• Anke Schwitzer und Hort Günther Klitzing von der dbb bundesseniorenvertretung gemeinsam mit Gastgeber Andreas Schulze.

Gespräch im Bundesseniorenministerium

Unterstützung für Pflegende gefordert

dbb Vertreter fordern endlich Fortschritte bei den Entgeltersatzleistungen für pflegende Angehörige und eine bessere Teilhabe Älterer.

„Wo bleibt die Entgeltersatzleistung für pflegende Angehörige, um sowohl Einkommen als auch Altersbezüge zu sichern und die gesellschaftliche Leistung der pflegenden Angehörigen zu würdigen?“, fragte der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung, Dr. Horst Günter Klitzing, Andreas Schulze vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und erinnerte gleichzeitig daran, dass 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt würden.

Schulze stellte in Aussicht, dass es weitere Verbesserungen für pflegende Angehörige geben werde: So solle durch die Zusammenführung von Familienpflegezeitgesetz und Pflegezeitgesetz häusliche Pflege flexibler organisiert werden können und besser mit der Berufsausübung vereinbar sein. Auch die Entgeltersatzleistung für pflegende Angehörige sei nicht vom Tisch, merkte Schulze an. Hier seien aufgrund der Haushaltslage jedoch dicke Bretter zu bohren.

Gleichzeitig meldete der Abteilungsleiter auch Erfolge, etwa bei der Nachwuchsgewinnung im Bereich Pflege. Das Bundesministerium habe mit der Ausbildungsoffensive Pflege einen deutlichen Anstieg der Ausbildungszahlen erreichen können.

Klitzings Stellvertreterin Anke Schwitzer, die bei dem Gespräch ebenfalls anwesend war, fragte, welche konkreten Möglichkeiten man im Bundesministerium sähe, um die Teilhabe von Älteren und Altenhilfe auf Kommunalebene zu verbessern. Schließlich handele es sich beim Paragrafen 71 des Sozialgesetzbuch XII, der die Altenhilfe regele, um ein Bundesgesetz. Schulze ist der Auffassung, dass es, wolle man es den Menschen ermöglichen, länger in ihrem gewohnten Umfeld zu leben, bessere und mehr Angebote wie etwa Begegnungsstätten, einen nutzerfreundlichen öffentlichen Personennahverkehr, kommunale Lebensmittelversorgung vor Ort geben müsse. Dies aber sei eine kommunale Aufgabe.

Andreas Schulze ist als Leiter der Abteilung 3 des BMFSFJ - Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege im Ministerium unmittelbar zuständig für die seniorenpolitischen Themen. Er betonte bei dem Treffen, das am 13. Juni 2024 stattgefunden hatte, es würde intensiv um Lösungen für die Probleme des demografischen Wandels und den damit einhergehenden Herausforderungen, wie etwa Einsamkeit Älterer und Pflegenotstand gerungen.

 

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