Hessen

Verwaltungen leisten in der Pandemie gute Arbeit

Der dbb Hessen widerspricht dem FAZ-Bericht „Der Staat im Homeoffice“ vom 4. Dezember 2020. Dieser habe den Eindruck erweckt, dass die öffentlichen Verwaltungen mit der Pandemie überfordert seien.

„Improvisation und Kreativität sind der Verwaltung durchaus nicht fremd“, sagte der Vorsitzende des dbb Hessen, Heini Schmitt. Aber man könne von Verwaltungen keine Wunderdinge erwarten, wenn die Rahmenbedingungen den Anforderungen nicht gerecht werden.

Dauerprobleme sind für den dbb Hessen die Personalknappheit, veraltete oder ganz fehlende technische Ausstattung oder kaum handhabbare Gesetze. „Viele Bereiche der Verwaltung würden ohne die Kreativität der Beschäftigten längst nicht mehr funktionieren“, ist Schmitt überzeugt. Dass es dennoch funktioniert, sieht Schmitt als Ergebnis überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft. „Gerade in Krisenzeiten beweist die Verwaltung, dass sie einfach anpackt, dass sie von heute auf morgen höchst flexibel alles tut, was nötig ist, um Probleme zu bewältigen, im besten Interesse der Bürgerinnen und Bürger.“

In den immer schneller aufeinander folgenden Krisensituationen – Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Pandemie – hätten Verwaltungen stets gezeigt, dass sie trotz der strukturellen Probleme Außergewöhnliches leisten können. Da auch in Zukunft weitere Ausnahmesituationen wahrscheinlich sind, sieht Schmitt die Dienstherren in der Verantwortung den passenden Rahmen zu schaffen und zum Beispiel die Digitalisierung in der Verwaltung voranzubringen. „Wären die Rahmenbedingungen vorhanden, so könnte die Verwaltung mit der Innovationskraft der Privatwirtschaft ohne Weiteres Schritt halten“, so Schmitt.

 

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