Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)

Warnstreik bei der AOK Nordost in Berlin

Der Kampf der GdS für eine gerechte Bezahlung bei der AOK Nordost ist in die nächste Runde gegangen: Am 22. März 2023 sind die Beschäftigten in einen eintägigen Ausstand getreten und haben ihrer Verärgerung über die Blockadehaltung der Arbeitgeber im Rahmen einer zentralen Protestkundgebung vor dem AOK-Verwaltungsgebäude in der Berliner Wilhelmstraße lautstark Luft verschafft.

Was die Beschäftigte in Rage bringt, ist die Tatsache, dass sie nach wie vor schlechter bezahlt werden als alle anderen AOK-Kolleginnen und -Kollegen im Bundesgebiet. Dabei ist die Ungleichbehandlung schon länger nicht mehr gerechtfertigt, weil sich die wirtschaftlichen Rahmendaten der Krankenkasse deutlich gebessert haben. „Mitarbeiter 1. und 2. Klasse darf es in der AOK-Tarifgemeinschaft nicht geben“, erklärt dazu der GdS Bundesvorsitzende und dbb Vize Maik Wagner. „Die Beschäftigten sind es leid, dass sich die AOK Nordost weiterhin auf ihre Kosten saniert. Die finanzielle Lage der Kasse ist gut genug, um ihren Mitarbeitern die Bezahlung zukommen zu lassen, die sie verdienen.“

Beim Tarifabschluss im vergangenen Frühjahr hatte sich die AOK Nordost wegen aktuell schlechter Geschäftszahlen durch eine Sonderklausel von den Tariferhöhungen ausnehmen lassen, die die GdS mit der AOK-Tarifgemeinschaft ausgehandelt hatte. Trotz mittlerweile eingetretener Entspannung der Finanzlage bleibt die AOK Nordost jedoch die einzige Krankenkasse im AOK-Verbund, die ihren Mitarbeitern sowohl die linearen Vergütungserhöhungen als auch die 2022 vereinbarte Einmalzahlung vorenthält. „Die AOK hält sich nicht an die getroffenen Absprachen, dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar“, so Wagner, „deshalb gehen die Beschäftigten jetzt auf die Straße, um ihr gutes Recht durchzusetzen“.

 

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