• Helene Wildfeuer (links) mit Annegret Kramp-Karrenbauer

Mehr Frauen im öffentlichen Dienst in Führungspositionen bringen

Wildfeuer: „Weibliche Vorbilder schaffen!“

„Weibliche Vorbilder regen zur Nachahmung an.“ Mit diesem Statement bekräftigte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer, am 5. Oktober 2012 auf der Herbsttagung der dbb bundesfrauenvertretung in Saarbrücken ihre Forderung nach einer gesetzlichen Quotenregelung zur Besetzung von Spitzenpositionen im öffentlichen Dienst und seinen privatisierten Bereichen. „Der erste Schritt ist die Quote. Wir müssen den Dienstherrn dieses Werkzeug in die Hand geben, um Frauen den Durchbruch durch die gläserne Decke zu ermöglichen. Nur wenn wir heute weibliche Vorbilder schaffen, können wir auch morgen junge hochqualifizierte Frauen für eine Karriere in entscheidender Position motivieren“, sagte Wildfeuer.

Ihren Appell richtete sie an die Saarländische Ministerpräsidentin, Annegret Kramp-Karrenbauer, ihre Vorbildrolle voll auszuspielen. Als Landeschefin habe sie ihren Einfluss im Bundesrat bereits am 21. September 2012 erfolgreich für eine parteiübergreifende Gesetzesinitiative für mehr Frauen in den Aufsichtsräten in der Wirtschaft geltend gemacht. Im nächsten Schritt ginge es darum, auch für eine gesetzliche Quotenregelung im öffentlichen Dienst zu werben. Wildfeuer: „Weibliche Vorgesetzte sind auch in den Führungsetagen der obersten Landes- und Bundesbehörden Wegbereiterinnen für karriereorientierte Frauen und damit für weibliche Führungskräfte von morgen.“

Aber auch die engagierten Kolleginnen aus den dbb Landesbünden und Mitgliedsgewerkschaften sollten sich ihrer Vorreiterrolle für eine weiblichere Interessenvertretung im öffentlichen Dienst bewusst sein. „Nur wenn Frauen in den obersten Entscheidungsgremien der dbb Gewerkschaften mitreden, können sie ihre Interessen an ihrem Arbeitsplatz wirkungsvoll vertreten. Nicht zuletzt ist das die natürliche Folge der steigenden Zahl weiblicher Beschäftigter im öffentlichen Dienst. Die Frauen müssen bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und sich für gewerkschaftliche Spitzenämter zur Verfügung stellen“, so die Vorsitzende.

Aktuell sieht die Satzung des dbb eine Soll-Vorschrift vor, nach der in den Organen des dbb Frauen und Männer entsprechend dem Anteil der weiblichen und männlichen Einzelmitglieder vertreten sein sollen. Derzeit zählt der dbb insgesamt 30 Prozent weibliche Mitglieder, aber nur 16,5 Prozent der Entscheidungspositionen sind mit Frauen besetzt. Dies könnte sich beim dbb Gewerkschaftstag am 12. bis 14. November 2012 in Berlin ändern. Dann sind 868 stimmberechtigte Delegierte aufgerufen, für die kommenden fünf Jahre eine neue Bundesleitung zu wählen.

 

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