Die AG Europa informiert Aktuelles aus dem Herzen der EU #Januar 2026
Digitale Partnerschaft mit Kanada, mehr klimafreundliche Baustoffe und ein neues Euro-Land: Hier gibt's die News aus Europa.
Europäische Union und Kanada stärken ihre digitale Partnerschaft
Die EU und Kanada haben am 8. Dezember 2025 auf der ersten Sitzung des Digitalpartnerschaftsrats in Montreal vereinbart, ihre Zusammenarbeit zu stärken. Gleichzeitig bekräftigten sie ihr gemeinsames Interesse an der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und wirtschaftlicher Resilienz. Die Sitzung fand parallel zu dem von Kanada ausgerichteten G7-Ministertreffen zu Industrie, Digitalem und Technik statt. Sowohl die EU als auch Kanada haben Strategien zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und digitalen Souveränität auf den Weg gebracht und bekräftigt, wie wichtig es ist, Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), durch intelligente Vorschriften zu unterstützen.
Die AG Europa begrüßt es sehr, dass die EU zukünftig enger mit Kanada in digitaler Hinsicht zusammenarbeitet - vor allem in den Bereichen Unterstützung von Innovation und Förderung der KI-Einführung in strategischen Sektoren, Vertrauensdienste und Stärkung der Unabhängigkeit der Medien.
Stärkung des Einsatzes klimafreundlicher Baustoffe
Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember 2025 mit der Delegierten-Verordnung ein neues Rahmenwerk zur Berechnung des Lebenszyklus-Treibhauspotenzials von Gebäuden vorgelegt. Aufbauend auf der Neufassung der Energieeffizienzrichtlinie für Gebäude soll damit ein einheitliches Verfahren etabliert werden, das die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes erfasst – von der Herstellung und dem Transport der Baustoffe über Bau- und Nutzungsphase bis hin zu Abriss, Abfallmanagement und Recycling. Ab 2028 müssen Neubauten mit mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche den GWP-Wert im Energieausweis ausweisen, ab 2030 gilt die Pflicht für alle Neubauten.
Seitens der AG Europa wird diese Regelung sehr unterstützt, da diese klare Anreize für den Einsatz von niedrigemissionsintensiven Materialien wie sauberem Stahl und Zement, für Kohlenstoffspeicherung durch Holzbau sowie für Wiederverwendung und Recycling schafft.
Bulgarien führt den Euro ein
Am 1. Januar 2026 wurde der Euro in Bulgarien offiziell eingeführt. Damit ist das Land der 21. Mitgliedstaat der EU, der die gemeinsame Währung nutzt. Mit dem Beitritt zum Euroraum wird die Bulgarische Nationalbank Teil des Eurosystems. Zugleich erhält der Präsident der Nationalbank einen Sitz im Rat der Europäischen Zentralbank.
Die AG Europa der dbb jugend freut sich sehr über das neue Mitglied im Währungssystem – demnach muss man zukünftig bei Urlauben in Bulgarien kein Geld mehr tauschen.
Verlängerung der Übergangsregeln zur Bekämpfung von Online-Kindesmissbrauch
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Übergangsverordnung zur freiwilligen Aufdeckung und Meldung von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet bis zum 3. April 2028 zu verlängern. Die Regelung ermöglicht es bestimmten Online-Diensteanbietern, trotz datenschutz-rechtlicher Vorgaben weiterhin Missbrauchsmaterial aufzudecken, zu melden und zu entfernen. Die Übergangsverordnung wäre sonst am 3. April 2026 ausgelaufen. Da die Verhandlungen über den von der Kommission bereits 2022 vorgeschlagenen dauerhaften Rechtsrahmen noch nicht abgeschlossen sind, soll mit der Verlängerung eine Rechtslücke vermieden und der Schutz von Kindern sichergestellt werden.
Auch diesen Vorstoß der Europäischen Kommission begrüßt die AG Europa sehr.



