• Matthäus Fandrejewski

Strukturelle Lösungen gefordert Entlastungspaket: Hilfe für junge Menschen ausbaufähig

Die dbb jugend sieht beim gerade beschlossenen dritten Entlastungspaket der Bundesregierung besonders für junge Menschen und Familien noch Verbesserungspotenzial.

„Das Volumen von 65 Milliarden Euro zeigt den guten Willen der Ampel, aber unter dem Gesichtspunkt der Generationengerechtigkeit ist es definitiv ausbaufähig“, sagte der dbbj Vorsitzende Matthäus Fandrejewski am 5. September 2022. Gerade Menschen mit geringeren Einkommen, zu denen oft auch Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger gehören, würden nicht zielgerichtet genug unterstützt. „Auch die Kindergelderhöhung bringt zu wenig Entlastung für junge Familien, die geplante Einmalzahlung für Studierende hilft nur sehr kurz. Und Klimaschutz und Einhaltung der Schuldenbremse – beide elementar wichtig für die kommenden Generationen – drohen gleichermaßen hinten über zu fallen.“

Grundsätzlich offenbarten die Maßnahmen – wie schon zuvor – die Probleme mit der zeitlichen Komponente solcher Hilfspakete. „Teilweise entfalten die einzelnen Schritte ihre Wirkung viel zu spät, etwa die Kindergelderhöhung zum Beginn des neuen Jahres. Das hilft den Menschen jetzt im Herbst überhaupt nicht“, erklärte Fandrejewski. „Und Einmalzahlung wie die für Studierende sind angesichts der multiplen Krisen – neben den Energiekosten haben wir in vielen Regionen ja beispielsweise auch noch einen dauerhaft gestörten Wohnungsmarkt – nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hier sind dringend langfristige strukturelle Lösungen gefordert.“

 

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