VDR:

Politik muss Digitalisierung an Schulen voranbringen

Vor der Eröffnung der Bildungsmesse „didacta“ hat der Bundesvorsitzende des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, eine umfassende Medienerziehung junger Menschen an Schulen gefordert.

 

 

Digitalisierung sei an den Schulen ein wichtiges, zukunftsweisendes Thema. Daher müssten Schüler auf den richtigen Umgang mit digitalen Medien vorbereitet sowie über die Risiken und Gefahren der Mediennutzung aufgeklärt zu werden. „Nicht minder wichtig ist allerdings, dass die Politik tätig wird und ihren Beitrag zum Voranbringen des Digitalisierungsprozesses an den Schulen leistet. Zwar hat sich schon viel bewegt. Nach wie vor besteht allerdings noch großer Handlungsbedarf – beispielsweise in Bezug auf die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien, die an vielen Stellen noch zu wünschen übrig lässt“, so Böhm am 19. Februar 2018.

Böhm warnt allerdings davor, eine einheitliche Bildungsstruktur im ganzen Bundesgebiet als Allheilmittel zu sehen. „Im Zuge einer Unterstützung im Bereich der Digitalisierung darf keinesfalls in die Schulstrukturen der einzelnen Länder eingegriffen werden. Es geht künftig um einen kooperativen und leistungsfähigen Föderalismus für die Menschen in den Bundesländern“, so der VDR-Chef. Der Bildungsföderalismus dürfe nicht infrage gestellt und die bewährte Vielfalt der Bildungswege müsse gewahrt werden.

 

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